Gene Editing

Die sogenannte CRISPR/Cas9-Technologie revolutioniert zurzeit die Forschungslandschaft in der Genetik. Sie ist ein ‚neues‘, passgenaues Verfahren der Gentechnik zur gezielten Veränderung von Genomen in lebenden Zellen. Die Anwendungen dieser Technik an menschlichen Embryonen in China und Grossbritannien hat grosse Aufmerksamkeit und schwere Bedenken erregt. In ethischer Sicht relevant ist die Tatsache, dass genetische Eingriffe in die Keimbahn nicht nur den Entwicklungsprozess des zukünftigen Menschen beeinflussen, sondern dass die Veränderungen auch an künftige Generationen weitervererbt werden. Mithin wird in die Evolution, das heisst in die biologische Selbstregulierung interveniert.

Die NEK hat das Thema an ihrer Sitzung vom 3. Juni 2016 diskutiert und eine kurze Auslegeordnung dazu verfasst. Die Kommission hält eine intensive, kritische, offene und transparente gesellschaftliche Auseinandersetzung mit diesen technologischen Entwicklungen für unabdingbar. Sie befürwortet zum einen eine rechtlich-normative Auseinandersetzung um das Verbot von Keimbahneingriffen. Zum anderen empfiehlt sie zu prüfen, inwieweit anstelle der bestehenden Rechtslage ein kohärentes und umfassendes Gesetz über den Umgang mit menschlichen Embryonen geschaffen werden sollte.

Zum SeitenanfangLetzte Änderung: 11.09.2017

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