Migration und Gesundheit

Gemäss Statistik sprechen neun Prozent der Schweizer Bevölkerung – also ungefähr 700‘000 Personen – eine andere Sprache als die vier nationalen Landessprachen; 200‘000 unter ihnen verstehen weder eine Landessprache noch das Englische. Angesichts der zentralen Bedeutung von Kommunikation im Gesundheitsbereich können sprachliche Barrieren eine empfindliche Hürde beim Zugang zu medizinischen Dienstleistungen darstellen und erhebliche Probleme bei der medizinischen Versorgung sowohl in diagnostischer als auch in therapeutischer Hinsicht generieren. Diese Probleme können die Qualität der Pflege und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten beeinträchtigen mit dem Risiko von Komplikationen, die ihrerseits zum Beispiel längere Spitalaufenthalte oder Re-Hospitalisationen mit zusätzlichen Kostenfolgen nach sich ziehen können. Es versteht sich, dass diese Schwierigkeiten auch bedeutende ethische und deontologische Implikationen haben – u.a. auf die Möglichkeit der Patientinnen und Patienten, ihre informierte Einwilligung zu geben, auf den Schutz ihrer Privatsphäre und auf ihre Gleichbehandlung wie auch auf die Verantwortung des Gesundheitspersonals, eine adäquate medizinische Behandlung zu garantieren.

Die NEK hat sich vor diesem Hintergrund entschieden, die sprachlichen Barrieren in der medizinischen Versorgung mit dem Fokus auf das interkulturelle Dolmetschen anzugehen. Sie hat Anhörungen zum Thema durchgeführt und eine entsprechende Stellungnahme publiziert.

Zum SeitenanfangLetzte Änderung: 11.09.2017

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