Nicht invasive pränatale Tests NIPT

Im Zuge der technologischen Fortschritte bei der Erforschung und Sequenzierung des menschlichen Genoms sind Methoden zur frühen Erkennung bestimmter Chromosomenanomalien entwickelt worden. Vor einigen Jahren wurde eine neue pränatale Testmethode für die Trisomie 21 (aber auch für die Trisomien 13 und 18) parallel zum üblichen Ersttrimestertest eingeführt. Dieser sogenannte nicht-invasive pränatale Test nutzt aus der Plazenta stammende DNA-Fragmente, die im Blut der Schwangeren zirkulieren. Der Test weist eine hohe Sensitivität aus und reduziert die Anzahl falsch-positiver Resultate; zudem kann er im Allgemeinen den Einsatz invasiver Methoden und somit das Risiko von Aborten verringern.

Doch wirft die Einführung des NIPT auch zahlreiche gewichtige ethische Fragen auf – so jene nach dem Schutz des Embryos und der Selbstbestimmung der Mutter bzw. des Elternpaars, nach der Diskriminierung, die der NIPT möglichweise indirekt gegenüber Menschen bewirkt, die Träger jener Behinderungen sind, welche der Test nachweist, die Frage nach dem Risiko einer Banalisierung des NIPT, nach der Notwendigkeit einer die Untersuchung begleitenden genetischen Beratung, nach der Definition, was eine „wesentliche“ Beeinträchtigung der Gesundheit ausmacht, und nach dem freien Zugang zum Test auf dem Markt.

Die NEK diskutiert einige dieser ethischen Fragen in einer Stellungnahme

 

 

Zum SeitenanfangLetzte Änderung: 01.03.2017

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